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Behandlungskonzept

Ihr Therapiebegleiter

Humoralmedizin

Seit den Anfängen der Medizin existiert das Wissen, dass Krankheit durch eine Störung der inneren, durch den Körper zirkulierenden Stoffe hervorgerufen wird. Hippokrates von Kos war einer der ersten Vertreter eines Therapiekonzeptes, welches sich mit der Lehre von Körpersäften und deren fehlerhafter Beschaffenheit und Verschlackung, „welche zu Krankheit führen“, beschäftigte.

Seit Jahrtausenden war bekannt, dass ein Zusammenhang zwischen Körperinnerem und der Hautoberfläche existierte. Hippokrates schlussfolgerte, das somit die Möglichkeit der Beeinflussung und Reinigung innerer Organe besteht, indem über äußerliche Maßnahmen an der Körperoberfläche schädliche Stoffe abgeleitet werden. Bis zum Beginn der naturwissenschaftlichen Forschung stand somit die als „Humoralmedizin“ bezeichnete Lehre im Vordergrund ärztlichen Handelns (einer der wichtigsten Vertreter war Paracelsus von Hohenheim).

Dies ist nicht nur therapeutisch zu nutzen, sondern auch als Hilfe zur Diagnostik innerer Erkrankungen, die sich in zugeordneten „Reflexzonen“ auffinden lassen. So können bestimmte, den einzelnen inneren Organen entsprechende Verquellungen und Verschlackungen im Bindegewebe und der Muskulatur dann wieder umgekehrt mittels „ausleitender Verfahren“ aktiviert und entgiftet werden.

Es gibt verschiedene ausleitende Verfahren, welche nach dem Arzt und Forscher B. Aschner benannt werden:

Blutegeltherapie

Im Unterschied zur Behandlung mit dem „großen Aderlass“ werden in der Behandlung mit Blutegeln kleine Blutmengen, pro Tier ca. 10 ml Blut, abgesaugt. Zudem sondern die Egel verschiedene Wirkstoffe ab, welche in ihrer Kombination positive Effekte bewirken. Seit Jahrzehnten wird von der pharmazeutischen Industrie versucht, die von den Egeln produzierten Wirkstoffe synthetisch herzustellen. Bisher ohne Erfolg.

Das abgegebene „Hirudin“ hemmt die Blutgerinnung und wirkt antibiotisch. „Hermentin“ und „Orgelase“ bewirken eine durchblutungsfördernde Reaktion im durchströmten Gebiet. Es wird weiterhin eine anästhesierende Substanz abgegeben, welche den Saugvorgang kaum spürbar macht. Insgesamt aktivieren die Egelwirkstoffe körpereigene Entschlackungsmechanismen, die Wirkstoffe „Eglin“ und „Bdellin“ hemmen gleichzeitig bei Entzündungen oft überschießende Enzymreaktionen.

Angewandt werden die durchaus possierlichen, keineswegs ekeligen Egel bei einer Vielzahl von Erkrankungen. Aufgrund des vom Egel abgegebenen Wirkstoffes „Hirudin“ in klassischer Indikation bei Venenerkrankungen, Krampfadern und schmerzhaften Stauungen, Venenentzündungen, Thrombosen und Unruhe in den Beinen. Aber aufgrund der natürlich antibiotischen und entzündungshemmenden Wirkung auch bei Gelenkverschleiß (Arthrose), Gichtanfällen, akuter Lumbargo und Muskelverspannungen, sowie rheumatischen Erkrankungen. Auch bei frischen Erkrankungen mit Herpes zoster (Gürtelrose) kann die gefürchtete Postzosterneuralgie (Nervenschmerz) gelindert oder gar verhindert werden.

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