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Behandlungskonzept

Ihr Therapiebegleiter

Meditation

Die Kunst, die Versuchung Fallenzulassen, etwas kontrollieren, schaffen, verstehen oder „tun“ zu wollen, ist die Grundlage von Meditation. Sie ist kein fatalistischer Akt, Faulheit oder eine „ich kann sowieso nichts ändern“- Verzweiflung, sondern entsteht aus der existentiellen Einsicht in die Unbeständigkeit aller Dinge.

Meditation ist ein Hilfsmittel, sich selbst kennen zu lernen. Normalerweise verbringen wir die meiste Zeit unseres Lebens damit, die Welt um uns herum zu beurteilen, während nur selten der Blick nach innen gekehrt ist. Den größten Teil unseres Lebens verbringen wir mit Tätigkeiten, die nach außen gerichtet sind und uns von uns selbst ablenken. Wir sind ständig darum bemüht, uns selbst, Mitmenschen und Situationen nach unseren Vorstellungen verändern zu wollen. Das Eine wollen wir nicht, vom Anderen wollen wir mehr, zufrieden sind wir mit unserer Realität jedoch nie. Ein ständiger Kampf mit uns selbst, mit unserem Leben, aus dem man eigentlich nur als Verlierer hervorgehen kann, denn selbst alle Macht der Welt könnte uns nicht alle Wünsche erfüllen.

Doch wie aus der Rolle des Verlierers, der Opferrolle herauskommen? „Bleib Zeuge“ oder „Lebe im Hier und Jetzt“ liest man als Antwort oft in einschlägiger Literatur. Doch leichter gesagt, als getan. Sobald wir uns nur ein paar Minuten still hinsetzen, sind wir mit der ersten Unannehmlichkeit konfrontiert: das pausenlose Kreisen unserer Gedanken, welche in der Vergangenheit in die Zukunft und wieder zurück springen, Erinnerungen tauchen auf, Zukunftsängste werden wach, ein heilloses Durcheinander! Wer versucht, die Flut dieser Gedanken zu stoppen, gerät in ein noch größeres Chaos. Als erstes gilt es zu akzeptieren, dass Gedanken existieren. Ob wir sie mögen oder nicht, sie sind da. Und wir werden die merkwürdige Erfahrung machen, dass in dem Moment, in dem wir sie beobachten können, so als wäre es etwas auf der Kinoleinwand oder im Fernsehen, sie immer schwächer und schwächer werden. Denn Gedanken haben kein Eigenleben. Sie sind Parasiten und leben davon, dass wir uns mit ihnen identifizieren. Die Gedanken zu beobachten heißt nicht, kopflos zu werden. Es bedeutet einfach, dass der Verstand an seinen richtigen Platz verwiesen wird und so hilfreich für uns ist.

Eine weitere unangenehme Erfahrung während des Stillsitzens können unangenehme Emotionen oder Körperempfindungen sein. Hier gilt dasselbe Gesetz, je mehr wir versuchen dagegen anzukämpfen, umso stärker werden diese Empfindungen werden. Im Moment des Beobachtens treten wir ein Stück zurück und erfahren auch hier einen ständigen Wechsel. So wie ein Gedanke dem anderen folgte, so wechselhaft sind auch Gefühle oder Körperempfindungen, gleichgültig, ob angenehmer oder unangenehmer Natur. Sie werden merken, dass die Grundnatur einer jeden Erfahrung, seien es Gedanken, Gefühle oder körperliche Empfindungen immer dieselbe ist: Sie entsteht, bleibt eine gewisse Zeit und vergeht wieder.

Diese Einsicht zu gewinnen bedeutet, sich der Gegenwart zu öffnen und das Leben so zu erfahren, wie es im Moment wirklich ist. Daraus erwächst mehr Selbstvertrauen und Sicherheit, das unabhängig ist von äußeren Bewertungen. Das bedeutet, scheinbare Gegensätze zu vereinen, die Opferrolle zu verlassen und ein freies, eigenverantwortliches Leben zu führen.

Da es insbesondere dem europäischen Menschen anfänglich sehr schwer fällt, sich aus der Betriebsamkeit und Hektik seines Alltags unmittelbar in eine sitzende meditative Haltung zu begeben, sind spezielle Meditationstechniken entwickelt worden. Ein Beispiel hierfür ist die dynamische Meditation. Wirksame bioenergetische Elemente helfen hierbei, emotionale und körperliche Spannungen zu lösen und so den Zugang in die stille Meditation zu erleichtern. Ein Beispiel für eine stille Sitzmeditation ist Vipassana. Nach einer Phase der Konzentration auf den Atem folgt die Beobachtung von Körperempfindungen. Hierbei kommt es nicht auf die Art der Erfahrungen sondern auf das wertfreie Beobachten an.

Meditation endet nicht mit dem Gongschlag am Ende einer festgelegten Meditationstechnik. Es bedeutet, Erfahrungen zu machen, das Leben zu genießen und keinen Moment auszulassen.

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