Panorama Fachkliniken - Akutkrankenhaus


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Behandlungskonzept

Ihr Therapiebegleiter

Schlafentzug

Eine sehr wirksame Methode zur Behandlung von Schlafstörungen und Depressionen ist der sogenannte „Schlafentzug“. Man unterscheidet den totalen Schlafentzug, bei dem die ganze Nacht durch gewacht wird und den sogenannten partiellen Schlafentzug, bei dem ab 1.00 Uhr morgens gewacht wird.

Durch diesen Schlafentzug (bei dem während der Nacht und auch am nächsten Tag bis abends um 21.00 Uhr keine Minute geschlafen werden darf) kommt es zu einer Ausschüttung von Stresshormonen und manche Patienten sind dadurch wie „ausgewechselt“. Es kommt zu einer Euphorisierung und viele depressive Patienten berichten danach, sie würden sich seit dem Morgen nicht mehr wiederkennen, weil es ihnen so gut gehe wie schon lange nicht mehr. Der Schlafentzug wird bei uns etwa alle 14 Tage in einer Gruppe durchgeführt. Für die Nacht wird Kaffee, Tee und Obst bereitgestellt. Der Schlafentzug ist am wirkungsvollsten, wenn er mit Bewegung verbunden wird, so dass die Teilnehmer auch die Möglichkeit erhalten, nachts spazieren oder wandern zu gehen.

Für diese Therapie gilt es, einige Regeln zu beachten:

  • Es darf während der ganzen Zeit kein Alkohol getrunken werden.
  • Es dürfen keine Psychopharmaka genommen werden, die schlafanstoßend sind.
  • Es muss jeder Lärm innerhalb des Hauses vermieden werden.
  • Das Hallenbad darf nachts nicht benutzt werden.
  • Am Tag nach dem Schlafentzug sollten alle Therapien vermieden werden, bei denen es zu einem Einschlafen kommen könnte, insbesondere Entspannungstherapie.

Der Schlafentzug ist eine therapeutische Möglichkeit, die man während des stationären Aufenthaltes unbedingt nutzen sollte, wenn man an Depressionen oder Schlafstörungen erkrankt ist. Es kann durch diese Übung nicht zu einer Verschlechterung kommen, höchstens zu einer Besserung.